Dokumentation alternativer Evaluationen

Wenn Sie ein alternatives Evaluationsverfahren zum SET.UP-Fragebogen verwenden, dann können Sie mit dieser Dokumentation Ihre Ergebnisse festhalten. Wählen Sie dazu im Lehrendenbereich von PEP den Fragebogen "Dokumentation alternativer Evaluationen" aus. Aus Ihren Angaben wird sofort ein Bericht generiert, den Sie wie gewohnt herunterladen und abspeichern können. Somit erhalten Sie eine Dokumentation über Ihre angewandten Methoden und die daraus resultierenden Ergebnisse. Der Bericht wird den Studierenden aus Ihrer Veranstaltung automatisch zugänglich gemacht.

Eigene Evaluationsverfahren bietet sich an, wenn

  • die Veranstaltung außerhalb des Umfragezeitraumes liegt
  • weniger als 5 Studierende an der Veranstaltung teilnehmen
  • spezifische Daten erhoben werden sollen, die nicht von SET.UP abgedeckt werden

 

Um die Dokumentation durchzuführen, müssen Sie in der zweiten Spalte den Fragebogen ändern. Klicken Sie in der zweiten Spalte auf den Fragebogen „SET.UP Lehrzielorientierter Fragebogen“ und wählen Sie das Formular „Dokumentation alternativer Evaluationen“ aus.

 

Klicken Sie in der dritten Spalte auf „3. Fragebogen ausfüllen“. Nach diesem Schritt öffnet sich ein Dokumentationsformular. Aus Ihren Angaben wird ein Bericht generiert, den Sie in der vierten Spalte unter „Ergebnisse“ herunterladen und abspeichern können.

 

Die Selbstdokumentation kann auf der PEP-Homepage veröffentlicht werden. Dazu klicken Sie in der dritten Spalte auf „auch für Studierende“ und wählen „ für alle öffentlich“ aus.

 

 

Als Hilfestellung für die Auswertung der alternativen Evaluation und Anregung bieten wir einen Leitfaden für ein Feedbackgespräch an, den Sie für die Evaluation verwenden können.

Leitfaden für ein Feedbackgespräch zwischen Lehrenden und Studierenden in der Lehrevaluation

Ziel der Lehrveranstaltungsevaluation ist es, die Diskussion und den Meinungsaustausch über die Lehrqualität zu fördern und so den Lehr- und Lernprozess an der Universität Potsdam kontinuierlich zu verbessern.

Feedback von den Studierenden bekommen

Bei Kursen mit wenigen Studierenden entsteht vielfach das Problem, dass aufgrund der geringen Fallzahlen eine quantitative Auswertung der Daten nur unzureichende Schlussfolgerungen erlaubt. Deshalb wertet das Zentrum für Qualitätsentwicklung in Lehre und Studium (ZfQ) keine Kurse mit weniger als fünf Befragten aus. Ein verkürzter Bericht steht schon ab zwei Befragten zur Verfügung.

Auch Kurse die außerhalb des regulären Evaluationszeitraumes liegen (etwa Blockveranstaltungen oder Ferienkurse) können mit einem Feedbackgespräch evaluiert werden.

Als Alternative bietet sich ein qualitatives Verfahren an, bei dem Lehrende und Studierende über ein Gespräch Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten der Lehrveranstaltung diskutieren.

   Der folgende Leitfaden ist dafür eine Hilfe.

 

 

Diese möglichen Fragen können einen allgemeinen Überblick über die Lehr- und Lernprozesse in der Veranstaltung geben. Sie orientieren sich an der Methode „Teaching Analysis Poll“ (TAP, vgl. Frank, Fröhlich und Lahm, 2011).

Mögliche Fragen für ein Feedbackgespräch:

1. Wodurch lernen Sie in dieser Veranstaltung am meisten?

2. Was erschwerte Ihr Lernen?

3. Welche Verbesserungsvorschläge haben Sie für die hinderlichen Punkte?

4. Welche Erwartungen hatten Sie an die Veranstaltung? – Wurden sie erfüllt?

5. Wie empfinden Sie den Arbeitsaufwand (Stoffumfang und Schwierigkeitsgrad)?

6. Helfen Ihnen die bereitgestellten Lernmaterialien (z.B. Moodle, E-Learning), den Inhalt der Veranstaltung besser zu verstehen?

7. Welche Arbeitsformen tragen zu einem besseren Verständnis des Stoffes bei (z.B. Gruppenarbeit, Medien, Einzelarbeit, Vortrag, Referate etc.)?

8. Wenn Sie eine Frage zurückhalten, warum tun Sie das?

 

 

Mögliche Durchführung

Diese beispielhafte Durchführung bezieht sich auf eine Kurzumfrage für die Hochschullehre, die von Roeber und Kraut vorgestellt wurde. Dabei antworten die Studierenden spontan und knapp auf die Fragestellung. Die Antworten werden von der Lehrperson nicht kommentiert.

  1. Kündigen Sie das Feedbackgespräch an und bitten Sie um große Beteiligung. Eventuell können Sie auch schon auf Ihre Ziele hinweisen (z.B. Lehrprozess verbessern). Besprechen Sie mit den Studierenden die Feedbackregeln (siehe nächster Abschnitt).
  2. Visualisieren Sie die für Sie interessante Frage an der Tafel oder am Beamer. Die hier aufgezählten Fragen dienen als Anhaltspunkte und können natürlich durch eigene Fragen ergänzt werden.
  3. Nach der Fragestellung geben Sie den Studierenden kurz Zeit zum Nachdenken.
  4. Bitten Sie die Studierenden, sich nacheinander in ein oder zwei Sätzen zu der Frage zu äußern. Achten Sie auf die Feedbackregeln. Eventuell können Sie die genannten Punkte an der Tafel visualisieren.
  5. Bedanken Sie sich für das Feedback und tragen Sie Ihre Erkenntnisse in den Ergebnisbogen ein. Gerne können Sie in der nächsten Veranstaltung auf die Veränderungen eingehen, die Sie durch das Feedbackgespräch herbeiführen möchten.

 

Mögliche Feedbackregeln

Der Austausch und die Kommunikation zwischen Lehrperson und Studierenden in einem Feedbackgespräch können durch einige Regeln erleichtert werden:

 

Für die Studierenden. Das Feedback sollte…

 Für die Lehrenden:

- erwünscht (keine Pflicht)

- Aktives Zuhören und ausreden lassen

- unmittelbar (nicht verspätet)

- Gesagtes wirken lassen

- beschreibend (nicht bewertend oder interpretierend)

- Bei Unklarheiten nachfragen

- ehrlich (nicht verletzend)

- Nicht Rechtfertigen oder Verteidigen

- angemessen (nicht vernichtend oder utopisch)

- Eigene Entscheidung, was vom Feedback angenommen wird und was nicht

- konkret (nicht verallgemeinernd)

 

- verhaltensbezogen (nicht personenbezogen)

 

- persönlich „Ich“ (nicht „Sie“ oder „man“)

 

- allen Studierenden  möglich (nicht nur Einzelnen) sein.

 

 

 

Antons, K. (1992). Praxis der Gruppendynamik. Übungen und Techniken. 5. Aufl. Göttingen.

Fengler, J. (2009). Feedback geben – Strategien und Übungen. 4. Aufl. Weinheim/Basel.

Frank, A., Fröhlich, M. & Lahm, S. (2011). Zwischenauswertung im Semester: Lehrveranstaltungen gemeinsam verändern. Zeitschrift für Hochschulentwicklung. Jg. 6/ Nr. 3.

Roeber, K. & Kraut, M. Methoden und Techniken für die Hochschullehre – Feedback. Online im Internet: studifit.htwk-leipzig.de/fileadmin/studifit/Angebote/Feedback_MuT.pdf‎. Stand: 21.10.2014.

 

Kontakt
Geschäftsbereich Evaluation Johannes Nitschke  evaluation@uni-potsdam.de